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Finanztips – Was ist Daytrading?

Was ist Daytrading? Was sind die Vorteile und was sind die Risiken?

Es kursieren die Geschichten, den Tageshandel (Daytrading) zu nutzen, um das schnelle Geld zu verdienen, d.h. sehr schnell reich zu werden- Es gibt es hunderte von Internet-Diensten, die dieses  Versprechen machen. Aber was ist eigentlich Daytrading? Wie funktioniert es, und was sind die Vorteile und Risiken?  Aus diesem Grund beschäftigen wir uns heute damit, was Daytrading ist. Wie es funktioniert, welche Erfolgsaussichten bestehen und welche Risiken  im Day-Trading vorhanden sind.

Schließlich überlegen wir, ob es für einen langfristigen Investor sinnvoll ist, mit dem Day-Trading anzufangen. Das Thema Day-Trading oder Short-Trading ist im Allgemeinen ein sehr emotional aufgeladenes Thema. Auf der einen Seite, besonders im Internet, gibt sehr viele sogenannte Gurus, die versprechen, mit Daytrading viel Geld zu verdienen und  die  Ihnen zeigen möchten, wie Sie dies auch können. Andererseits gibt es eine Menge  Daytrading- Opfer, die man in Foren finden kann. Manche haben ihr gesamtes Vermögen verspekuliert im Day-Trading und im schlimmsten Fall sogar Schulden aufgebaut  haben.

Ein Day-Trader ist eine Person, der täglich und auf eigene Rechnung handelt.. Day-Trading ist nichts anderes als das kurzfristige spekulieren  auf Wertpapiere. Der Trader baut innerhalb eines Handelstages eine sogenannte Wertpapier- Position auf, das heißt, er kauft Wertpapiere und verkauft sie innerhalb desselben Tages wieder. Deshalb kommt das Wort-Day-Trader, weil der Trader innerhalb eines Tages seine Positionen wieder geschlossen hat, und am Ende des Handelstages sind alle Positionen wieder glattgestellt und 100% cash.

Da Kursschwankungen innerhalb eines Tages mit relativ wenigen Ausnahmen nur sehr gering sind, müssen im Daytrading sogenannte Hebel verwendet werden, um innerhalb eines Tages Gewinne erzielen zu können. Wenn Sie die Kursschwankungen innerhalb eines Tages mit den Verläufen der Monate oder des Jahres vergleichen , sind diese wirklich sehr niedrig. Sehr selten passiert es einmal, dass es zu einer grossen Schwankung innerhalb eines Tages kommt. So müssen Daytrader sich konzentrieren, um auch bei kleinen Preisschwankungen Gewinne zu erzielen. Zu diesem Zweck wird ein Hebel, ein sogenannter Leverage-Einsatz von Day-Tradern angewendet. Oft ist das geliehenes Geld von ihrem Broker oder ihrer Bank, so dass sie  Gewinnsteigerungen mit der Hilfe  von „Hebeln“ erlangen können. Mit Fremdkapital kann der Daytrader fast jeden Hebel benutzen. Sie können zB eine Aktie selbst kaufen und 100 Aktien auf Kredit kaufen, um die Möglichkeit zu haben von sehr geringen Preisschwankungen während eines Tages zu profitieren. Allerdings haben Sie auch das Risiko, geliehenes Geld zu verlieren.

Nun, da wir wissen, was des Prinzip des Daytradens ist, lassen Sie uns einmal einen Blick auf die Märkte werfen, die von den so genanten Daytradern am meisten gehandelt werden. Hauptsächlich werden beim Daytrading Derivate gehandelt. 

Dies bedeutet, dass keine direkten Basiswerte gekauft werden, sondern Derivate wie z.B. Futures, Optionen oder CFDs. Der Vorteil dieser Produkte ist, dass diese mit geringem Geldeinsatz gehebelt werden können. Natürlich gibt es auch Daytrader, die nur Aktien handeln. Dies sind aber nur wenige, da hier sehr viel mehr Kapital bewegt werden muss, um einen Gewinn zu erzielen.

Häufig handeln deshalb Daytrader auch auf dem Forex-Markt. Der Forex-Markt ist der größte Finanzmarkt der Welt und bildet alle Währungspaare ab. Es ist, wie gesagt, der größte und effizienteste Finanzmarkt und hat das größte Transaktionsvolumen. Nun, da wir wissen, was Daytrader handeln, lassen Sie uns einen Blick darauf werfen, wie Sie handeln.

Ein Day-Trader hat zwei Möglichkeiten: Er kann eine Long-Position oder Short-Position handeln Eine Long-Position bedeutet, dass er auf steigende Kurse setzt. Er handelt zB, Aktien-Long-Positionen, um diese Aktien zu kaufen, in der Hoffnung, dass sie in Zukunft steigen werden. Baut er eine short-Position auf, setzt er auf fallende Kurse.

Die Technologie dahinter ist etwas komplizierter. Beim short-sellen verkauft er einen Wert, den er noch nicht besitzt. er kauft ihn erst zu einem späteren Zeitpunkt . Es handelt sich hierbei um ein sogenanntes Leihgeschäft. Das hört sich sicherlich kompliziert an, ist aber nur wichtig, um die beiden Konzepte von Long und Short zu verstehen.

Wie kann ein Trader entscheiden, ob er eine Long- oder Short-Position aufbauen soll? Es gibt verschiedene Strategien.Eine Strategie ist das sogenannte Ereignis-Trading oder auch Nachrichten-Trading. Zu diesem Zweck konzentrieren sich Trader auf besondere Ereignisse, die im Laufe des Tages stattfinden werden.

Bei veröffentlichten Arbeitsmarktdaten aus den USA und Deutschland können diese Wirtschaftsprognosen enthalten, die veröffentlicht werden. Es kann aber auch sein, dass eine Leitzins-Entscheidung getroffen wird. Oder es sich um ganz außergewöhnliche Ankündigungen handelt, wie z.B Neuverhandlungen der Schulden Griechenlands oder der Brexit. Im nächsten Schritt schätzt der Trader, wie die Zahlen aussehen werden. Wenn er davon ausgeht , dass ein Unternehmen Zahlen mit besseren Umsätzen veröffentlicht als erwartet,  wird er eine Long-Position eingehen, da er davon ausgeht, dass die Kurse in der Zukunft steigen werden.

Gehen z.B. wie im Fall von Apple die Verkaufszahlen von i-Phones zurück, und die Verkaufszahlen sind noch schlechter als der Markt oder die Marktstimmung es vermutet, wird er Apple vermutlich short-sellen. Natürlich hat er mit diesen Voraussagen nicht immer recht.Das ist in die Natur der Dinge. Allerdings muss er  öfter richtig liegen als falsch. Oder er muss bei seinen richtigen  Entscheidungen mehr investiert haben als bei Verlusten. Nur so kann er Gewinne machen.

Nun, da wir wissen, wie Trading funktioniert, wollen wir uns ein paar Gründe dafür ansehen, warum sich so viele Menschen von diesem Thema inspirieren lassen.
Es existiert überall  der Traum von schnellem Geld, oder  schnell reich zu sein. Das will man durch Trading erreichen.  Beim Trading können große Geldsummen mal schnell  den Besitzer wechseln Deshalb gibt es natürlich auch die Hoffnung, dass irgendwann eine große Geldsumme auf Ihr Konto kommt.

Ein zweiter Grund, warum sich viele Leute im Trading versuchen, sind die sehr niedrigen Einstiegsbarrieren. Jeder kann versuchen, ein Day Trader zu werden – Sie brauchen keine spezielle Ausbildung, keinen Abschluss, keine Zeugnisse. Sie können einfach ein Konto bei einem Broker eröffnen und direkt mit Ihrem eigenen Geld anfangen zu handeln.

Dies ist allerdings auch das grosse Risiko , dass diese niedrigen Einstiegshürden unterschätzt werden. Wer anfangen möchte zu traden, der muss sich darüber im Klaren sein, dass er gegen die größten Player des Finanzmarkts antritt. Banken beschäftigen ganze Armeen von Tradern, die das beruflich machen,die studiert haben, die Informationen haben, die Sie möglicherweise nicht haben, und erheblich schneller handeln als Sie, da sie ein ganz andere technische Ausrüstung haben.

Was uns zum nächsten Punkt bringt, nämlich zur technischen Ausrüstung.
Wenn Sie Trader sein möchten, benötigen Sie eine gute technische Ausrüstung, eine gute Plattform mit einer sehr schnellen Internetverbindung. Da die Kurse sehr schnell schwanken können. Wenn Sie einen kleinen Kurs- Rutsch verpasst haben, weil Ihr Computer nicht schnell genug war, kann der gesamte Gewinn dahin sein, oder Sie könnten sogar Verluste gemacht haben. Andere Risiken für den privaten Handel sind, dass sich daraus eine Sucht entwickeln kann. Diese Sucht kann einer Spielsucht ähnlich sein und Sie in den totalen Ruin führen.

Hinzu kommt, dass Daytrading einen erheblichen Betrag an Transaktionskosten verursacht. Zu jedem Zeitpunkt, an dem gekauft und verkauft wird, müssen Transaktionskosten an den Broker gezahlt werden.Der Broker ist der grösste Gewinner beim Daytrading.

 

Diese Transaktionskosten, müssen Sie noch zusätzlich zum Ausgleich Ihrer Verluste erwirtschaften. Ein Punkt ist auch, das haben wir bereits erwähnt, dass Sie sehr starke Gegenspieler haben, dies sind z.B. Die größten Investmentbanken dieser Welt. Im Trading gibt es keine Wertschöpfung. Es wird nur Geld von einer Seite zu einer anderen Seite transferiert. Es gibt überall, wo es Gewinner gibt auch Verlierer . Das Geld, das Sie mit Ihrem Trading verlieren, hat jemand anderes in der Tasche und das,  was Sie gewinnen, hat jemand anderes verloren. Einer Studie zufolge machen 77% der privaten Trader-Verluste. Von denen, die Gewinne machen, liegt der durchschnittliche Jahresgewinn bei nur 25.000,00 $. Dies ist keine sehr beeindruckende Zahl für Leute, die sich vorgenommen haben,in kürzester Zeit einen großen Reichtum anzusammeln.

Sollten Sie mit der Idee spielen, Daytrader zu werden. muss Ihnen bewusst sein, dass  Daytrading kein Hobby ist, sondern ein echter Beruf.